Liebe Freunde meiner Weisheits-Perlen!

Wolltest Du schon immer einmal in die Erzählung einer Geschichte eingreifen oder eine Geschichte nach Deinen Ideen verändern?

Hast Du beim erzählen schon mal gedacht: 'So etwas macht doch keiner!'?
Dann bist Du hier genau richtig! Wir schreiben eine Mach-mit-Geschichte!

Was werde ich machen?
Ich werde eine Geschichte schreiben. Immer wenn es meiner Meinung nach zu einer wichtigen Entscheidung in der Handlung kommt, frage ich Dich, wie es weiter gehen soll. Es wird mehrere Möglichkeiten geben, die Geschichte fortzusetzen.

Was musst Du machen?
In einer von mir festgelegten Zeit gibst Du Deine Stimme für eine der möglichen Fortsetzungen ab. Die Mehrheit wird den weiteren Verlauf der Geschichte festlegen. Bei Gleichstand entscheide ich.

Es ist ganz einfach. Mach mit, stimme ab und sage nie wieder: 'So geht das aber nicht!'

Deine Stimme schreibt Geschichte!

Besuche mich auch bei Facebook in der öffentlichen Gruppe 'Weisheits-Perlen'.


Hier der aktuelle Abschnitt:

Es klingelte zweimal, bis am anderen Ende jemand abhob.
"Anne?", fragte eine männliche Stimme.
"Ich bin es Ben, Marwin", flüsterte Marwin.
"Marwin? Was machst Du...?"
Er liess ihn nicht aussprechen und flüsterte schnell weiter: "Ich habe ein Problem, Ben. Ich bin hier in Annes Wohnung und draussen vor der Türe steht die Polizei. Aber ich weiss nicht warum." Am anderen Ende der Leitung war es einen Moment ruhig.
Marwin hatte Ben angerufen, seinen besten Kumpel. Er war ebenso, wie Frank und Tina, an dem Silvesterabend dabei gewesen, und Marwin erhoffte sich von Ben Hilfe, wenn er auch noch nicht genau wusste, wie. Ben kannte er bereits seit der Grundschulzeit, denn beide Familien waren Nachbarn gewesen. Die Eltern unternahmen viel zusammen, und so entwickelte sich zwischen Marwin und Ben über die Jahre hinweg eine enge Freundschaft. Selbst als sie auf verschiedene weiterführende Schulen gingen und später in die Ausbildung, hatten sich ihre Wege nicht wirklich getrennt. Nichts konnte ihre Freundschaft entzweien. Auch Anne nicht.
"Nun mal ganz langsam. Wieso Polizei? Und warum ist das ein Problem? Wo ist Anne denn?" fragte Ben schliesslich.
"Das weiss ich nicht. Ich bin hier eben aufgewacht und kann mich an nichts erinnern", flüsterte Marwin weiter.
Marwins Stimme klang verzweifelt, und am anderen Ende der Leitung hörte er Ben auflachen: "Ihr habt ja auch ordentlich getankt vorgestern Abend."
Marwin brauchte einen Moment, bis er begriff, was Ben gesagt hatte.
"Vorgestern Abend...?"
"Ja, Mann. Es ist Montag früh morgens, der 2. Januar. Und ich wundere mich, das Du immer noch bei Anne bist. Das muss ja echt eine lange Nacht gewesen sein..." Ben lachte wieder auf, und Marwin kam mit seinen Gedanken nicht hinterher. Hatte er wirklich einen ganzen Tag 'verschlafen'?
"Ich weiss nichts mehr", sagte er. "Und meine Klamotten sind weg."
"Deine Klamotten sind weg?" Jetzt hörte sich Ben wie ein Papagei an der Marwins Sätze wiederholte. "Was habt ihr denn den ganzen Tag getrieben?"
"Mensch Ben!" Jetzt wurde Marwin etwas lauter, verfiel aber direkt wieder ins flüstern und gab seiner Stimme den nötigen Ernst, den er Ben versuchte zu vermitteln. "Ich habe echt ein Problem. Ich weiss nichts mehr, als hätte mir jemand K.O. Tropfen verabreicht. Mein Kopf platzt gleich und mir ist speiübel. Meine Sachen sind weg, samt Handy und vor der Türe steht die Polizei. Also bis eben standen sie dort. Sehr wahrscheinlich sind sie wieder gegangen, aber draussen steht noch der Polizeiwagen. Ich sehe das Blaulicht durch das Fenster. Ich vermute, die denken hier wäre noch jemand in der Wohnung und..."
"Dann mach ihnen doch auf."
"Bist Du blöde? Was soll ich denen denn sagen? 'Entschuldigung, ich weiss nicht wie ich hier her gekommen bin. Die Frau, der die Wohnung gehört, kommt bestimmt gleich wieder.'"
"Naja, wenn Du nicht öffnest, machst Du Dich erst recht verdächtig."
"Deshalb habe ich Dich ja angerufen. Komm rüber, bring mir Klamotten mit und hol mich hier raus!"
Wieder liess sich Ben Zeit mit einer Antwort, und Marwin glaubte ihn am Handy den Kopf schütteln zu hören.
"Wie stellst Du Dir das vor? Ich muss arbeiten gehen. Ich habe keinen Urlaub."
"Mensch Ben. Was bist Du denn für ein Kumpel? Bist Du etwa sauer, das ich bei Deiner Ex bin?"
"Ach quatsch, Marwin. Das ist lange her..."
"Ich weiss ja nicht mal wie ich in diese Situation geraten bin! Und Du weisst genau, das ich Anne nie anmachen würde..."
"Das sah an Silvester aber ganz anders aus."
"Wie? Was habe ich gemacht?"
"Naja, ihr habt schon ordentlich 'rumgemacht'. Hat mich nicht gewundert, das ihr zu zweit abgehauen seit."
Marwin überlegte, aber er konnte sich wirklich nicht mehr erinnern.
"Wann sind wir denn gegangen?" fragte er stattdessen.
"Naja... War auf jeden Fall nach 3 Uhr. Wir haben ja noch gespielt..."
Das Spiel! Jetzt fiel es Marwin wieder ein; da war etwas mit einem Spiel.
"Was haben wir denn gespielt?" fragte er.
"Du erinnerst Dich wirklich nicht?" fragte Ben, und jetzt hörte er sich wirklich besorgt an.
"Nein, sonst würde ich ja nicht fragen."
"'Wahrheit oder Pflicht' haben wir gespielt. Ein paar Runden nur. Wir waren schon ziemlich kaputt und richtige Lust hatten wir dann später auch nicht mehr."
"Aha", antwortete Marwin nur, denn irgendwie hatte er das Gefühl, das da mehr gewesen war, als Ben ihm sagte.
Plötzlich hörte er, wie sich ein Schlüssel im Schlofl der Wohnungstüre drehte und die Türe geöffnet wurde.
"Da kommt jemand!" flüsterte Marwin Ben zu, aber dessen Antwort verstand er nicht mehr, denn Marwin hatte den Kopf gedreht und das Telefon langsam sinken lassen.
Sein Blick fiel in den Flur, und er sah schattenhaft die Gestalt eines Polizisten im Türrahmen auftauchen. In der Hand hielt er wohl seine Dienstwaffe, die noch zu Boden zeigte, wie Marwin nur erahnen konnte. Hinter der Gestalt tauchte eine Zweite im Licht des Hausflures auf - noch ein Polizist.

Wie verhält sich Marwin jetzt?
- Steht er bewegungsunfähig und überlässt er der Polizei die Initiative?
- Versucht er schuldbewusst und hektisch vor den Polizisten weg zu rennen?
- Redet er einfach drauf los und versucht die ganze Situation aus seiner Sicht zu erklären?


Stimme jetzt ab, wie es weiter gehen soll. Klicke hier und entscheide Dich bis zum kommenden Sonntag, den 12.02.2017.


Was bisher geschah...